VW-Edition Bible (2010) - James - chapter 1

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Informace o Studijní on-line bibli (SOB) (CZ)

   Aplikace, kterou právě používáte, je biblický program Studijní on-line bible (dále jen SOB) verze 2. Jedná se prozatím o testovací verzi, která je oproti původní verzi postavena na HTML5, využívá JavaScriptovou knihovnu JQuery a framework Bootstrap. Nová verze přináší v některých ohledech zjednodušení, v některých ohledech je tomu naopak. Hlavní výhodou by měla být možnost využívání knihovny JQuery pro novou verzi tooltipů (ze kterých je nově možné kopírovat jejich obsah, případně kliknout na aktivní odkazy na nich). V nové verzi by zobrazení překladů i vyhledávek mělo vypadat "profesionálněji", k dispozici by měly být navíc např. informace o modulech apod. Přehrávač namluvených překladů je nyní postaven na technologii HTML5, tzn., že již ke svému provozu nepotřebuje podporu Flash playeru (který již oficiálně např. pro platformu Android není k dispozici, a u kterého se počítá s postupným všeobecným útlumem).

© 2011-2100
 

 

Information about the "Online Bible Study" (SOB) (EN)

   Application you're using is a biblical program Online Bible Study (SOB), version Nr. 2. This is yet a testing release, which is (compared to the previous version) based on HTML5, uses JQuery JavaScript library and Bootstrap framework. The new version brings in some aspects simplifications. The major advantage should be the possibility of using JQuery for the new version tooltips (from which it is now possible to copy their content, or click on active hyperlinks). In the new version are also available informations about the modules and the like. The player of the narrated translations is now HTML5 powered (he does not need Flash player). I hope, that the new features will be gradually added.

 

 

 

Kontakt

(kontaktné informácie - contact info - Kontaktinformationen - контактная информация - informacje kontaktowe - información de contacto - πληροφορίες επικοινωνίας)

 

Diviš Libor
URL: www.obohu.cz
E-mail: infoobohu.cz
Skype: libordivis

 

 

 

VW-Edition Bible (2010)

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Guestbook



 

 



Carola Teach   (14.6.2022 - 19:43)
E-mail: carola24681gmail.com
Hallo Libor Vielen Dank für den Hinweis. Die kroatische Bibel reicht. Soweit ich eine Freundin verstand, ist bosnisch und kroatisch das gleiche und serbisch ähnlich, war ja früher auch ein Land, Jugoslawien , nur das eben da zwischen islamischen und traditionell christlichen Streit von aussen reingebracht und geschürrt wurde. Ich leite die kroatische Bibelsuche gleich weiter Einige können lesen, einige nicht und so ist das Super installiert, das man die Bibel auch auf Audio stellen kann. Toll ist es, das auch die Nafterli Herz Tur-Sinai Bibel in deutsch dabei ist, denn da finde ich vieles, speziell Psalm 91 als Beispiel authentischer formuliert, als in allen anderen deutschen Bibeln. Das jüdische Neue Testament von David H. Stern habe ich auch, aber die Nafterli Herz Tur-Sinai Bibel ist mir persönlich sehr wichtig. Vielen Dank Libor für diese kompakte Internet Webseiten- Arbeit für den Herrn, uns sein noch besser studieren und weiter geben zu können Shalom .

CarolaTeach   (14.6.2022 - 12:32)
E-mail: carola24681gmail.com
Wer hat diese Seite ermöglicht und wer wartet diese Seiteund bezahlt die Website Kosten ? Mit dieser Website dient ihr Gott dem Vater zum Bau der Gemeinde Gottes. Und wir wurden im Buch Korinther aufgerufen, da wo wir genährt werden, auch zu unterstützen. Ich bitte den Admin dieser Seite, mir per email die Kontonummer mitzuteilen, dass ich mit Gaben mtl.segnen kann und nicht nur fromme Sprüche loslasse, denn seit kurzem bekam ich den Link dieser Seite und arbeite sehr gerne auf dieser Seite und gebe den Link weiter. Bitte das sich der Webseitengründer meldet. Danke.

Herzlichen Dank für Ihr Angebot. Aber ich brauche Ihre Hilfe nicht, ich leide nicht an Mangel :-) Wenn Sie helfen möchten, helfen Sie bitte jemandem in Ihrer Nähe.    Libor

Carola Teach   (14.6.2022 - 12:12)
E-mail: carola24681gmail.com
Vielen Dank für diese Möglichkeit Bibel-Ausgaben vergleichen zu können. Eine sehr gut aufgebaute Strukturierung und sehr bedien- freundlich. Ich hätte eine Bittende Frage. Habt Ihr auch die bosnische Bibel oder besteht da Möglichkeit, auch für Bosnieer, Kroaten, Serben die bosnische Bibel hier zu hinterlegen. Ich habe seit 2015 sehr viel Kontakt zu Bosnierer , Kroaten, Serben und Albanern Kosovo und muß Bibelstellen immer auf google übersetzen, um ihnen die Bibel näher zu bringen, was sie dankbar annehmen, aber bei Google habe ich nie die Sicherheit, dass die Übersetzung gut geprüft ist. Kommen auch Bibeln als bosnisch - und albanische Bibeln hinzu ? Danke

Außer der bosnischen Bibel ist alles, was benötigt wird, bereits hier in der SOB (Studien Online Bible) enthalten. Diese Übersetzungen sind im Abschnitt "Andere europäische Übersetzungen" zu finden. Serbische Bibel (Kyrillisch), Serbische Bibel (Đuro Daničić, Vuk Karadžić - 1865), Albanian Bibel und Kroatische Bibel. Sie können die bosnische Bibel im PDF-Format HIER herunterladen.    Libor

Joe   (4.3.2021 - 17:49)
E-mail: joe.jace.mail.de
Hallo und vielen Dank für die hilfreiche Suchfunktion bei den hebräischen Bibeln – ich benutze sie seit Jahren zur Überprüfung der masoretischen Zählungen von Wortpaaren. Ein Schreibfehler am Ende von Josua 11,16 (Elberfelder 1905) "und das ebirge Israel und seine Niederung", es müsste heißen "und das Gebirge Israel und seine Niederung". Grüße aus Zittau / Sachsen

Danke. Natürlich hast du recht - ich habe es bereits behoben.    Libor

Josef   (4.2.2021 - 15:51)
E-mail: pepas74seznam.cz
Tak tohle mě velmi potěšilo. Je to dobře ovladatelné na rozdíl od jiných zdrojů. Děkuji moc! :)

Lukáš   (24.11.2020 - 10:02)
E-mail: lukasnemecek536gmail.com
Chyba v textu Kat. lit. překlad. Zjevení 11, 10. protože tito dva poroci jim způsobili hodně trápení.

Zdeněk Staněk   (22.8.2020 - 14:36)
E-mail: zdenek.stanekwhitepaper.bluefile.cz
Chybí 'ě': http://obohu.cz/csp.php?k=2Te&kap=3&v=4

Vskutku. Již jsem to opravil.    Libor

Ani Gallert   (4.7.2018 - 16:24)
E-mail: cactus.gomeragmail.com
Vielen, vielen Dank für diese Seite (und dass wir sie kostenfrei nutzen können)! Sie ist sehr gut gemacht und eröffnet beim Bibelstudium völlig neue Einblicke! Eine dringende Frage habe ich zur Adolf Ernst Knoch Bibel - die Begriffe, die kursiv und hell in den Versen dargestellt sind - bedeuteten diese, die Worte wurden von Knoch hinzugefügt, weil im Original nicht mehr erhalten? Oder wie ist das zu verstehen? Vielen Dank und Gottes Segen, Ani

Hallo, Ani. Kursiv und hell - das sind die Worte, die nicht im Originaltext sind, aber sie sind wichtig für das richtige Verständnis. Sie können es im VERGLEICHS-MODUS gut sehen. Schauen Sie sich zum Beispiel das Münchener Neues Testament an...     Libor

Andreas Boldt   (27.2.2018 - 05:41)
E-mail: andyp1gmx.net
Ich habe diese Seite gefunden um einfach Bibel online zu benutzen in verschiedenen Sprachen - ich bin überzeugt das Gott sein Wort bewahrt hat in allen Sprachen. Und weiß bis zum Ende hin wird sein Wort leuchten. "Denn mein Wort wird nicht leer zu mir zurückkehren..." - Gottes Segen für die segensreiche Arbeit die ihr tut. Leider kann ich kein Tscheschisch aber habe auch Bekannte in der Slowakei und bin Euch sehr verbunden im Sinne des Protestantismus. Ich benutze die Bibel jeden Tag. Andreas Boldt

Ich danke Ihnen, Andreas. Diese Anwendung ist viel mehr als nur eine Online-Bibel. Versuchen Sie bitte herauszufinden, welche Optionen und Funktionen SOB anbietet... (Anleitung) Libor

Juraj Kaličiak   (5.2.2018 - 11:06)
E-mail: juro.kaliciakgmail.com
Nech Vám pán odplatí Jeho spôsobom, toto je nejlepšia verzia práce s Božím slovom. Vyhladávanie, režim porovnávania sú skvelé. Pracujem s touto stránkou už celé roky a cítim povinnosť povzbudiť autorov, že je toto určite požehnaná práca. Veľa to používam aj na mobile, ako rýchlu online bibliu. Oceňujem odvahu vydania prekladu Jozefa Roháčka v edícii Dušana Seberíniho s doslovným prekladom Božieho mena. Výborná je možnosť porovnania s gréckymi originál textami so strongovými číslami. Buďte požehnaní bratia. Juraj

Vďaka Juraj. Je príjemné počuť, že tento biblický program používate už dlhší čas, a že ste s ním spokojný. Snažím sa SOB stále vylepšovať. Nie sú žiadni autori - je iba jeden amatér, ktorý chce (okrem bežných funkcií biblických programov) najmä sprístupniť originálny text biblie pre všetkých - aj bez znalosti biblických jazykov. Libor

John Builer   (30.1.2018 - 07:07)
E-mail: Johnbuilercontbay.com
Ganz, ganz grosse Klasse, diese Seite, besser, als alles andere!!! Vielen Dank!!! Bitte machen Sie so weiter!!! Danke! Regards, John Builer

Danke, ich schätze es wirklich ...

Zdeněk Staněk   (27.12.2017 - 15:34)
E-mail: zdenek.stanekwhitepaper.bluefile.cz
WLC 5M 6:4 v prvním slově chybí souhláska ajin a v posledním slově dálet. Díval jsem se do jiných zpracování textu WLC a tam jsou.

OK. Upravil jsem text podle textu Tanachu.

Vladimir Bartoš   (23.11.2017 - 23:15)
E-mail: bartos.vlemail.cz
Tyto stránky jsem objevil náhodou, když jsem hledal on line čtení Bible. Jsem úplně nadšený z toho, jaké jsou zde možností a chci za to poděkovat!!

Jsem rád, že Vás tento on-line biblický program tolik zaujal. Věřím, že se to ještě zlepší, když si prostudujete návod, případně novinky na Facebooku :-)

Libor Diviš   (14.10.2016 - 08:02)
Vítejte v knize hostů. Sem můžete vkládat své komentáře k nové verzi SOB (Studijní on-line bible). Jen bych Vás chtěl poprosit, abyste si předtím prostudovali návod k tomuto biblickému programu.

Welcome. Here you can write your comments relating to this new version of the online biblical program SOB (Online Bible Study) - your assessment, proposals, error notices etc.

 

 

   

VW-Edition Bible (2010)


1Jacob, a bondservant of God and of the Lord Jesus Christ, to the twelve tribes which are scattered abroad: Greetings.2My brethren, count it all joy when you fall into various trials,3knowing that the testing of your faith produces patience.4But let patience have its perfecting work, that you may be perfect and complete, lacking nothing.5If any of you lacks wisdom, let him ask of God, who gives to all liberally and without reproach, and it will be given to him.6But let him ask in faith, doubting nothing, for he who doubts is like a wave of the sea driven and tossed by the wind.7For let not that man suppose that he will receive anything from the Lord;8he is a double-minded man, unstable in all his ways.9Let the lowly brother rejoice in his exaltation,10but the rich in his humiliation, because as the flower of the field he will pass away.11For no sooner has the sun risen with a burning heat than it withers the grass; its flower falls, and its beautiful appearance perishes. Thus the rich man also will fade away in his pursuits.12Blessed is the man who endures temptation; for when he has been approved, he will receive the crown of life which the Lord has promised to those who love Him.13Let no one say when he is tempted, I am tempted by God; for God cannot be tempted by evil, nor does He Himself tempt anyone.14But each one is tempted when he is drawn away by his own lusts and enticed.15Then, when lust has conceived, it gives birth to sin; and sin, when it is finished, brings forth death.16Do not be led astray, my beloved brethren.17Every good gift and every perfect gift is from above, and comes down from the Father of Lights, with whom there is no change or shadow of turning.18Of His own purpose He brought us forth by the Word of Truth, that we might be a kind of firstfruits of His creatures.19So then, my beloved brethren, let every man be swift to hear, slow to speak, slow to wrath;20for the wrath of man does not bring about the righteousness of God.21Therefore lay aside all filthiness and overflow of wickedness, and receive with meekness the implanted Word, which has the power to save your souls.22But be doers of the Word, and not hearers only, deceiving yourselves.23For if anyone is a hearer of the Word and not a doer, he is like a man observing his natural face in a mirror;24for he observes himself, goes away, and immediately forgets of what sort he was.25But he who looks into the perfect law of liberty and continues in it, and is not a forgetful hearer but a doer of the work, this one will be blessed in his deeds.26If anyone among you thinks he is religious, and does not bridle his tongue but beguiles his own heart, this one's religion is vain.27Pure and undefiled religion before God and the Father is this: to visit orphans and widows in their distress, and to keep oneself unspotted from the world.


Betrachtungen über die Bücher der Bibel (Synopsis) - J. N. Darby (DE)
Kapitel 1

Der Brief beginnt mit einer Aufforderung, sich der Trübsal zu freuen, da diese ein Mittel sei, Ausharren zu bewirken. Das ist in der Hauptsache der Gegenstand bis zum Ende des 20. Verses, dann geht der Gedankengang über zur Hervorhebung der Notwendigkeit, alles im Zaum zu halten, was sich dem Ausharren widersetzen will, und der wahre Charakter einer Seele wird beschrieben, die sich in der Gegenwart Gottes befindet. Diese Ansprache endet, als ein Ganzes betrachtet, mit dem Kapitel. Der Zusammenhang der Beweisführungen ist nicht immer leicht zu finden; der Schlüssel dazu ist der sittliche Zustand, mit dem der Geist des Schreibers sich beschäftigt. Ich will versuchen, jenen Zusammenhang etwas verständlicher zu machen.

Der Gegenstand, um den es sich handelt, ist der Hauptsache nach dieser: Wir sollten so vor Gott wandeln, dass wir die Wirklichkeit unseres Bekenntnisses im Gegensatz zu einer Verbindung mit der Welt zeigen; mit einem Wort: praktische Religion. Das Ausharren muss daher ein vollkommenes Werk haben; auf diesem Wege wird der Eigenwille bezwungen und der Wille Gottes gänzlich angenommen. Infolgedessen mangelt dann nichts für das praktische Leben der Seele. Der Gläubige mag zu leiden haben, aber er harrt geduldig auf den Herrn. Das hat Christus getan. Darin bestand Seine Vollkommenheit. Er wartete auf den Willen Gottes und tat nie Seinen eigenen Willen: so war der Gehorsam vollkommen, und der Mensch wurde völlig erprobt. Aber tatsächlich mangelt uns oft Weisheit, um zu wissen, was wir tun sollen. Doch das Hilfsmittel hierfür liegt auf der Hand: wir müssen von Gott Weisheit erbitten. Er gibt allen willig; nur müssen wir auf Seine Treue rechnen und auf eine Beantwortung unserer Gebete. Anders ist das Herz geteilt; das Vertrauen ruht dann anderswo als auf Gott, unsere Wünsche haben einen anderen Gegenstand. Wenn wir nur das suchen, was Gott will und was Er tut, dann setzen wir sicherlich unsere Zuversicht auf Ihn, dass Er Seinen Willen erfüllen wird. Und was die Umstände dieser Welt betrifft, die einen glauben machen möchten, es sei nutzlos, auf Gott zu vertrauen, so vergehen sie wie des Grases Blume. Wir sollten das Bewusstsein besitzen, dass der Platz, den wir Gott gemäß einnehmen, nicht das ist, was von der Welt ist. Wer sich in einer niedrigen Stellung befindet, sollte sich dessen rühmen, dass das Christentum ihn erhöht, der Reiche, dass es ihn erniedrigt. Nicht in den Reichtümern sollten wir uns freuen (sie vergehen), sondern in den Herzensübungen, von denen der Apostel gesprochen hatte; denn nachdem wir bewährt sind, werden wir die Krone des Lebens empfangen.

Das Leben eines Menschen, der also bewährt ist, und in welchem sich dieses Leben im Gehorsam gegen den ganzen Willen Gottes entfaltet, ist wahrlich das Leben eines Mannes wert, der in äußerem Wohlleben alle Wünsche seines Herzens befriedigt.

Was nun die Versuchungen dieser letzten Art angeht zu denen die Lüste des Herzens die Menschen verlocken, so darf niemand sagen, dass diese Lüste von Gott kommen: das menschliche Herz ist deren Quelle; es sind die Lüste des Herzens, die durch die Sünde zum Tode führen. Möge sich niemand über diesen Punkt einer Täuschung hingeben! Das, was innerlich das Herz versucht, kommt von einem selbst. Alle guten und vollkommenen Gaben kommen von Gott; und bei Ihm ist keine Veränderung, Er tut nur, was gut ist. Dementsprechend hat Er uns eine neue Natur gegeben, die Frucht Seines eigenen Willens. der durch das Wort der Wahrheit in uns wirkt, damit wir gewissermaßen Erstlingsfrüchte Seiner Geschöpfe seien. Er ist der Vater der Lichter. Wie könnte das, was Finsternis ist, von Ihm kommen? Durch das Wort der Wahrheit hat Er uns gezeugt, damit wir die ersten und ausgezeichnetsten Zeugen von jener Macht des Guten seien, die dereinst ans Licht treten wird in der neuen Schöpfung, deren Erstlingsfrüchte wir sind. Das ist das Gegenteil davon, die Quelle verderbter Begierden zu sein. Das Wort der Wahrheit ist der gute Same des Lebens. Eigenwille ist die Wiege unserer Lüste, und seine Energie kann nie die Früchte der göttlichen Natur hervorbringen, noch eines Mannes Zorn die Gerechtigkeit Gottes wirken. Deshalb sind wir berufen, sanftmütig zu sein, schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn; wir sollen alle Unsauberkeit des Fleisches ablegen, samt aller Energie er Ungerechtigkeit, und das Wort mit Sanftmut empfangen. Dieses Wort ist das Wort Gottes. Zugleich macht es sich eins mit der neuen Natur in uns (es ist in uns eingepflanzt), indem es sie bildet und entwickelt nach seiner eigenen Vollkommenheit; denn diese Natur selbst hat ihren Ursprung in Gott, und zwar mittels des Wortes. Dieses Wort ist nicht wie ein Gesetz, das außerhalb von uns ist, und welches, da es unserer sündigen Natur entgegen ist, uns verdammt. Nein, es rettet die Seele, es ist lebendig und lebendig machend, und es wirkt mit lebendiger Kraft in einer Natur, die ihm entströmt, und welche es bildet und erleuchtet.

Aber wir dürfen das Wort nicht nur mit dem Ohre hören. Es ist notwendig, dass wir auch Täter desselben sind. Es muss die praktischen Früchte hervorbringen, die den Beweis liefern, dass es wirklich und lebendig in unseren Herzen wirkt. Sonst ist das Wort nur wie ein Spiegel, in dem wir uns vielleicht für einen Augenblick betrachten, dann aber wieder vergessen, was wir gesehen haben. Wer in das vollkommene Gesetz, das der Freiheit, hineinschaut und darin bleibt, indem er das Werk tut, welches es darstellt, wird gesegnet sein in der wahren, gehorsamen Tätigkeit, die in ihm zur Entfaltung kommt.

Dieses Gesetz ist vollkommen; denn das Wort Gottes, alles, was der Geist Gottes geäußert hat, ist der Ausdruck der Natur und des Charakters Gottes, dessen, was Er ist und dessen, was Er will: denn wenn Gott völlig geoffenbart ist (und bis dahin kann der Mensch Ihn nicht völlig erkennen), will Er notwendigerweise das, was Er ist.

Dieses Gesetz ist das Gesetz der Freiheit, weil dasselbe Wort, das offenbart, was Gott ist und was will, uns durch Gnade der göttlichen Natur teilhaftig gemacht hat, so dass ein Nicht-Wandeln jenem Worte gemäß ein Nicht-Wandeln nach unserer eigenen neuen Natur bedeuten würde. Nun, zu wandeln nach unserer eigenen neuen Natur, das ist nach der Natur Gottes, und unter der Leitung Seines Wortes, das ist wahre Freiheit.

Das auf dem Berge Sinai gegebene Gesetz, das nicht ins Herz, sondern außerhalb des Menschen auf steinerne Tafeln geschrieben wurde, war der Ausdruck dessen, was der Wandel und das Herz des Menschen nach dem Willen Gottes sein sollte. Es unterdrückt und verurteilt alle Regungen des natürlichen Menschen und kann ihm keinen eigenen Willen erlauben, denn er sollte den Willen Gottes tun. Aber er hat nun einmal einen anderen Willen, und deswegen ist das Gesetz Knechtschaft für ihn, ein Gesetz der Verdammnis und des Todes. Jetzt nun, nachdem Gott uns durch das Wort der Wahrheit gezeugt hat, besitzt die Natur, welche wir als solche haben, die aus Gott geboren sind, Geschmacksrichtungen und Wünsche, die jenem Wort entsprechen; sie ist eben von jenem Wort. Das Wort entwickelt seiner eigenen Vollkommenheit gemäß diese Natur, bildet und erleuchtet sie, wie wir bereits sagten; aber die Natur selbst findet ihre Freiheit darin, dass sie dem folgt, was dieses Wort ausdrückt. So war es mit Christo; wenn Ihm Seine Freiheit hätte genommen werden können (was in geistlichem Sinne unmöglich war), so würde das dadurch geschehen sein, dass man Ihn verhindert hätte, den Willen Gottes, des Vaters, zu tun.

Es ist dasselbe mit dem neuen Menschen in uns (dieser neue Mensch ist Christus als Leben in uns), der in uns geschaffen ist Gott gemäß in Gerechtigkeit und wahrhaftiger Heiligkeit - Eigenschaften, die in uns hervorgebracht sind durch das Wort, das die vollkommene Offenbarung Gottes, der ganzen göttlichen Natur im Menschen ist; Darstellung und Muster hiervon ist Christus, das lebendige Wort, das Bild des unsichtbaren Gottes. Die Freiheit des neuen Menschen ist eine Freiheit, den Willen Gottes zu tun, Gott in Seinem Charakter nachzuahmen (als Sein geliebtes Kind), so wie dieser Charakter in Christo zur Darstellung gekommen ist. Das Gesetz der Freiheit ist dieser Charakter, wie er in dem Worte geoffenbart worden ist, worin die neue Natur ihre Freude und Befriedigung findet, geradeso wie sie ihr Bestehen dem Worte entlehnt hat, das Ihn offenbart, sowie dem Gott, der darin geoffenbart ist.

Das also ist „das Gesetz der Freiheit“ (V. 25), der Charakter Gottes Selbst, der in uns gestaltet wird durch die Wirksamkeit einer Natur, die das Wort, welches Ihn offenbart, erzeugt hat und der sich nach diesem Worte bildet.

Der erste und genaueste Gradmesser für den Zustand des inneren Menschen ist die Zunge. Ein Mensch, der den Anschein hat, in Verbindung mit Gott zu stehen und Ihn zu ehren, der aber dennoch seine Zunge nicht zu zügeln vermag, betrügt sich selbst, und sein Gottesdienst ist eitel.

Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott und dem Vater ist dies: für solche zu sorgen, die in ihren innigsten Lebensbeziehungen von dem Lohn der Sünde getroffen worden und nun ihrer natürlichen Stützen beraubt sind; ferner, sich selbst unbefleckt von der Welt zu erhalten. Anstatt danach zu streben, uns selbst zu erhöhen und in einer Welt der Eitelkeit, fern von Gott, Ansehen zu erringen, wendet sich unsere Tätigkeit (wie bei Gott Selbst) den Elenden zu, die in ihrem Unglück der Hilfe bedürfen; und wir halten uns fern von einer Welt, in der alles befleckt ist und die im Widerspruch steht zu der neuen Natur, die unser Leben ist, sowie zu dem Charakter Gottes, wie wir ihn durch das Wort kennen.

Einleitung

Der Brief des Jakobus ist nicht an die Versammlung gerichtet; er beansprucht auch nicht den Boden apostolischer Autorität über die Personen, an welche er gerichtet ist. Er ist eine praktische Ermahnung, welche die zwölf Stämme sowie die Verbindung der Judenchristen mit ihnen noch anerkennt, geradeso wie der Prophet Jona sich an die Heiden wandte, obwohl das jüdische Volk seinen besonderen Platz vor Gott hatte. Der Geist Gottes gibt hier dem Verhältnis Gottes zu Israel noch Seine Anerkennung, wie Er in dem anderen Falle Beziehungen zu den Heiden zugibt; auch bestätigt Er die Rechte Gottes, die unveränderlich sind, was auch immer die besonderen Vorrechte sein mögen, die der Versammlung oder dem Volke Israel eingeräumt sind. Wir wissen, dass die Judenchristen geschichtlich Juden blieben bis zum Ende der neutestamentlichen Geschichte, ja, dass sie selbst Eiferer für das Gesetz waren. Das kommt uns freilich seltsam vor, aber Gott trug es eine Zeitlang in Geduld.

Die christliche Lehre ist nicht der Gegenstand dieses Briefes. Vielmehr gibt er Gott Seinen Platz in dem Gewissen und im Blick auf alles, was uns umgibt. So gürtet er die Lenden des Christen, indem er ihm auch die nahe Ankunft des Herrn sowie die Zucht, die Er gegenwärtig ausübt, vor Augen stellt - eine Zucht, über welche die Versammlung Gottes Verständnis besitzen und auf die sie eine entsprechende Tätigkeit gründen sollte. Außerdem wird die Welt, und alles was in ihr eine Rolle spielt, von göttlichem Gesichtspunkt aus beurteilt.

Einige Bemerkungen über die Stellung der Christen (d. i. über die Weise, wie diese Stellung hier mit Bezug auf Israel betrachtet wird) werden uns zum besseren Verständnis dieses Teiles des Wortes behilflich sein.

Israel hat noch seinen Platz als das Volk Gottes. Für den Glauben des Jakobus steht es noch in demselben Verhältnis zu Gott, in welches Er es einst eingesetzt hatte. Die Christen in seiner Mitte werden angeredet, als gehörten sie noch zu einem Volke, dessen Beziehungen zu Gott noch nicht auf gerichtlichem Wege abgebrochen waren, aber nur die Christen unter ihnen besaßen den Glauben an den wahren Messias, den der Geist gab. Sie allein unter dem Volke erkannten mit dem Schreiber Jesum als den Herrn der Herrlichkeit an. Mit Ausnahme des 14. und 15. Verses im 5. Kapitel enthält dieser Brief keine Ermahnung, die in ihrer geistlichen Höhe über das hinausginge, was einem gottesfürchtigen Juden hätte gesagt werden können. Allerdings setzt er voraus, dass die Personen, zu denen er redet, Glauben an den Herrn Jesus haben; aber er beruft sie nicht zu dem, was dem Christentum ausschließlich eigen und von dessen besonderen Vorrechten abhängig ist. Wohl strömen die Ermahnungen aus jener höheren Quelle und atmen mehr Himmelsluft; aber das Ergebnis, das sie erstreben, besteht in wirklichen Beweisen einer Religion auf Erden. Es sind Ermahnungen, wie man sie heute in der bekennenden Kirche hören könnte, einer mächtigen Körperschaft (wie einst Israel), in deren Mitte sich noch einige Christen befinden.

Der Brief gründet sich in seinen Belehrungen nicht auf die christlichen Beziehungen hienieden. Er erkennt sie an, aber nur als eine Tatsache inmitten anderer, die Rechte haben über das Gewissen des Schreibers. Von denen, an welche er sich wendet, setzt er voraus, dass sie in einem Verhältnis zu Gott stehen, das bekannt, über jeden Zweifel erhaben und von hohem Alter ist, in dieses Verhältnis ist das Christentum eingeführt worden.

Es ist wichtig, die sittliche Höhe oder das sittliche Maß des Lebens zu beachten, das dieser Brief entwickelt. Sobald wir die Stellung erfasst haben, in der er die Gläubigen sieht, ist es nicht mehr schwer, die Wahrheit hinsichtlich dieses Punktes zu erkennen. Jene sittliche Höhe des Lebens ist die gleiche, wie Christus sie darstellte, als Er inmitten des Volkes Israel wandelte und vor Seinen Jüngern das göttliche Licht leuchten ließ sowie die Beziehungen zu Gott offenbarte, die sich für sie aus Seiner Gegenwart ergaben. Freilich war Christus jetzt abwesend; aber jenes Licht und jene Beziehungen sind geblieben als der Maßstab der Verantwortlichkeit, und die Rückkehr des Herrn würde diesen Maßstab zur Geltung bringen im Gericht über alle die, welche sich weigerten, ihn anzunehmen und in Übereinstimmung mit jenen Beziehungen zu wandeln. Bis zu jenem Tage sollten die Treuen geduldig ausharren inmitten der Bedrückung seitens der Juden, die noch den heiligen Namen lästerten, durch den sie berufen worden waren.

Wir finden somit hier gerade das Umgekehrte von dem Brief an die Hebräer hinsichtlich der Beziehungen der gläubigen Juden zu dem jüdischen Volke; nicht in sittlichem Sinne, sondern weil zur Zeit der Abfassung des Hebräerbriefes das Gericht schon so nahe herangerückt war.

Die Hauptgrundsätze der Stellung, von der wir reden, sind folgende: da ist zunächst das Gesetz in seiner Geistlichkeit und Vollkommenheit, so wie Christus es erklärt und zusammengefasst hat; ferner ist ein Leben mitgeteilt, das die sittlichen Grundsätze des Gesetzes hat und selbst göttliches Leben ist; da ist schließlich die Offenbarung des Namens des Vaters. Alles das war wahr, als der Herr auf Erden weilte, und es war der Boden, auf den Er Seine Jünger (wie wenig sie es auch verstehen mochten) damals stellte. Er sagte ihnen, dass sie hiervon, wie von allem, was Er gesagt habe, nach Seinem Tode Zeugnis ablegen sollten, indem Er dieses Zeugnis von dem des Heiligen Geistes unterschied.

Das ist es, was Jakobus lehrt, mit Hinzufügung dessen, was der Herr auch gesagt hatte, nämlich dass Er wiederkommen würde. Es ist die Lehre Christi hinsichtlich des Wandels inmitten des Volkes Israel, dem Licht und den Wahrheiten gemäß, die Er eingeführt hatte; zugleich auch (in Anbetracht des Umstandes, dass Er noch abwesend war) eine Aufforderung zum geduldigen Ausharren in jenem Wandel, im Warten auf den Augenblick, wo Er durch das Gericht über die sie Bedrückenden die Grundsätze, nach denen sie wandelten, rechtfertigen würde.

Obgleich das an Jerusalem ausgeübte Gericht die Stellung des Überrestes Israels in dieser Hinsicht veränderte, bleibt das Leben Christi doch stets unser Muster, und wir haben geduldig auf das Kommen des Herrn zu warten.

Da wir in diesem Briefe nicht die Vereinigung des Christen mit dem droben erhöhten Christus finden, so begegnen wir auch nicht der Lehre von der Entrückung der Gläubigen, Ihm entgegen in die Luft, wie Paulus sie verkündigt hat. Aber das, was der Brief enthält, bleibt stets wahr, und wer da sagt, dass er in Ihm (in Christo) bleibe, sollte auch so wandeln, wie Er gewandelt hat.

Das nahende Gericht lässt uns die Weise verstehen, in der Jakobus von der Welt spricht sowie von den Reichen, die sich an ihrem Teil in der Welt erfreuen, und von der Stellung des gläubigen Überrestes, der in der Mitte des ungläubigen Volkes bedrückt wird und leidet. Es lässt uns ferner verstehen, warum er von vornherein von Prüfungen und Leiden redet und so häufig auf diesen Gegenstand zurückkommt, auch warum er so sehr auf praktische Beweise des Glaubens dringt. Er sieht noch ganz Israel zusammen; aber einige hatten den Glauben des Herrn der Herrlichkeit empfangen und waren nun versucht, die Reichen und Großen in Israel besonders zu achten. Da alle noch Juden waren, können wir leicht verstehen, dass - während einige in Wahrheit glaubten und ihren Glauben, dass Jesus der Christus sei, bekannten, dabei aber noch in der Beobachtung der jüdischen Verordnungen und Satzungen wandelten - bloße Bekenner es ebenso machen konnten, ohne dass ihre Werke die geringste Lebensveränderung bezeugt hätten. Es ist klar, dass ein derartiger Glaube nicht den geringsten Wert hat. Es ist genau der Glaube derer, die heutzutage nach Werken schreien - ein bloß totes Bekenntnis der Wahrheit des Christentums. Durch das Wort der Wahrheit wiedergezeugt zu sein, ist für diese Leute eine ebenso fremde und seltsame Sache, wie es einst für die Juden war, von denen Jakobus spricht.

Indem so Gläubige in die Mitte Israels gestellt waren, mit anderen, die bloß bekannten zu glauben, können wir wohl verstehen, wie der Apostel sich an die Masse des Volkes wendet als an solche, welche der in ihrer Mitte vorhandenen Vorrechte teilhaftig werden konnten; wie er ferner zu den Christen redet als Menschen, die einen besonderen Platz für sich einnahmen, und wie er die warnt, welche sich Gläubige an Christum nannten. Die praktische Anwendbarkeit des Briefes auf alle Zeiten ist höchst einfach und klar, und im Besonderen dann, wenn eine Menge von Personen sich ein erbliches Recht auf die Vorrechte des Volkes Gottes anmaßt. Außerdem hat der Brief eine besondere Kraft für das Gewissen des einzelnen; er beurteilt die Stellung, in der man sich befindet, sowie die Gedanken und Absichten des Herzens.


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